Presseartikel aus Offenbach Post / Langener Zeitung vom 20./21. Mai 2004

Auf frischem Grün wollen SSG-Fußballer zu Glanzform auflaufen

Hauptplatz im Freizeit-Center endlich wieder bespielbar

Langen (fm) - Die Wartezeit ist vorbei, im SSG-Freizeitcenter kann die Kugel wieder auf dem Hauptfeld rollen. Erstmals seit vielen Monaten wird am Sonntag, 23. Mai, wieder ein Spiel auf dem Rasenplatz angepfiffen. Die Partie ist von besonderer Brisanz. Zum Abschluss der Punktrunde in der Kreisliga A Offenbach West erwarten die Kicker der SSG Langen als Tabellenzweiter den Verfolger BSC Offenbach. Für beide Mannschaften geht’s um die Wurst, sie schielen auf den Relegationsplatz hinter Meister Spvgg. 03 Neu-Isenburg. Anstoß ist um 15 Uhr.

Jochen Uhl, SSG-Fußballchef, ist zuversichtlich, dass die Mannschaft drei Punkte einfährt. Mehrfach haben die Langener in den vergangenen Jahren den Aufstieg in die Bezirksliga knapp verbosselt, diesmal soll es endlich klappen.

Der Rasenplatz war bereits im vergangenen Jahr im Auftrag der Stadt und unter Regie der Kommunalen Betriebe saniert worden, die Fußballer mussten auf den Kunstrasen ausweichen. Das Hauptfeld befand sich in einem dermaßen schlechten Zustand, dass selbst durch intensive Pflege nichts mehr gerettet werden konnte. Nach rund dreimonatiger Bauzeit war das Spielfeld im September wieder tipptopp in Schuss. Für eine Freigabe musste der ausgesäte Rasen allerdings erst die erforderliche Robustheit entwickeln, was er pünktlich zum Saisonfinale getan hat.

Bürgermeister Dieter Pitthan sagte, dass mit der SSG, dem Turnverein und dem 1. FC Langen vereinbart worden sei, notwendige Sanierungen und Sportplatzneuanlagen Zug um Zug zu realisieren: Als erstes kam der Kunststoffrasen im Waldstadion Oberlinden an die Reihe, den die Vereine damals gemeinsam an die Spitze der Prioritätenliste gesetzt hatten, im Anschluss folgte der Kunststoffrasen bei der SSG und dann das Hauptfeld. Es litt maßgeblich unter einem falschen Platzaufbau. Um das Herzstück des Freizeit-Centers überhaupt noch bespielbar zu halten, war ein unverhältnismäßig hoher Pflegeaufwand erforderlich. Die Stadtverordnetenversammlung hatte deshalb der Sanierung zugestimmt und die notwendigen Ausgaben von 130 000 Euro bewilligt.

Auf längere Sicht erhofft sich die Stadt Einsparungen, weil die Pflege wesentlich günstiger ausfällt. Pitthan betonte, dass "wir seit Jahrzehnten als freiwillige Leistung die kontinuierliche Sportplatzpflege und die Bauunterhaltung der Plätze beim 1. FC, bei der SSG und beim TV in ganz erheblichem Umfang und für die Vereine weitgehend kostenlos tragen. Eine Regelung, die im weiten Umkreis eher eine Ausnahme ist."

Vom frischen SSG-Grün profitieren nicht nur die Fußballer, sondern auch Leichtathleten und Faustballer des Vereins.